{"id":1198,"date":"2016-10-02T00:23:00","date_gmt":"2016-10-01T22:23:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kunstverein-arnsberg.de\/?p=1198"},"modified":"2024-06-14T18:28:01","modified_gmt":"2024-06-14T16:28:01","slug":"timo-kloeppel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kunstverein-arnsberg.de\/en\/2016\/10\/02\/timo-kloeppel\/","title":{"rendered":"Timo Kl\u00f6ppel"},"content":{"rendered":"<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-1 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<p>Timo Kl\u00f6ppel<br>Maria Aspera<br>2. Oktober \u2013 17. Januar 2016<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full has-custom-border\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2000\" height=\"1333\" src=\"https:\/\/www.kunstverein-arnsberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2015-Timo-Kloeppel-DSC04206.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1289\" style=\"border-style:none;border-width:0px;border-radius:0px\" srcset=\"https:\/\/www.kunstverein-arnsberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2015-Timo-Kloeppel-DSC04206.jpg 2000w, https:\/\/www.kunstverein-arnsberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2015-Timo-Kloeppel-DSC04206-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.kunstverein-arnsberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2015-Timo-Kloeppel-DSC04206-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.kunstverein-arnsberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2015-Timo-Kloeppel-DSC04206-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.kunstverein-arnsberg.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/2015-Timo-Kloeppel-DSC04206-1536x1024.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Arbeiten des K\u00fcnstlers Timo Kl\u00f6ppel bestehen oftmals aus Modulationen des Raumes.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Arbeit im Lichthaus Arnsberg hat Kl\u00f6ppel einen Boden gebaut, der aus h\u00f6lzernen Wellen besteht, auf denen der Besucher gehen kann. Betritt er die Wellen, muss er erst einen festen Standpunkt suchen, um nicht zu fallen. Auf dem Holzmeeresboden wird er an die grundlegende Unsicherheit eines Gangs erinnert. Jedem Schritt steht in Kl\u00f6ppels Raum ein m\u00f6glicher Sturz bevor, ein Fall oder aber eine Erklimmung. Die Instabilit\u00e4t des Stands, des Blicks und auch eines Gedankens wird durch Kl\u00f6ppels Raum erfahrbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Mensch treibt auf gebauten, nur scheinbar fixen Grundlagen inmitten der Weltmeere, die von Finsternis und fernen Lichtern, &#8211; bei Kl\u00f6ppel sind es radf\u00f6rmige Lampen -, verdunkelt und erhellt werden. Er lebt in territorialisierten Fl\u00e4chen, handelt mit Wind, teilt Himmel und Gew\u00e4sser und kann sich dennoch nie auf sicherem Boden w\u00e4hnen, der geh\u00f6rt und gleich bleibt. Sein Stehen ist eher als ein Suchen nach einem Stand zu verstehen, der nie lange andauern und sich nur t\u00e4nzelnd und tollk\u00fchn fortbewegen und erhalten kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Wo ein Sturz droht, ist auch Aussicht auf einen errettenden Gipfel. Kl\u00f6ppel verarbeitet seine philosophischen \u00dcberlegungen ebenso tiefgr\u00fcndig wie unpr\u00e4tenti\u00f6s, ebenso geheimnisvoll wie einfach in seinen skulpturalen Arbeiten. Er verweist mit den aufwendigen, selbst gebauten Konstruktionen immer wieder auf die Tatsache, dass die B\u00f6den, W\u00e4nde und R\u00e4ume, die den Menschen miteinander verbinden und voneinander trennen, selbst gebaut sind. Dass es ihm frei steht, in einem verwalteten oder aber wunderlichen Raum zu existieren. Dass diese R\u00e4ume dem Denken und somit dem Leben Form geben, da er sich in ihnen und anhand von ihnen verortet, zur\u00fcckzieht und entfaltet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verkn\u00fcpfung der Einheiten Raum, Denken und Leben ist konstitutiv f\u00fcr Kl\u00f6ppels Werk, in welchem ein Raum sowohl ein Abdruck eines Gedankens ist als auch den lebendigen Gedanken bedingt, der sich innerhalb der Restriktionen einer Architektur ereignet. Die Arbeit, einen inneren Raum in einem \u00e4usseren zu \u00f6ffnen und zug\u00e4nglich zu machen, -ein Schreibender tut dasselbe-, beschreibt eine Freiheitssuche, die ihre Kraft aus der Vorstellung zieht, so wie ein wirkliches Paradies immer nur ein verlorenes oder erhofftes sein kann, ein Ort der Erinnerung oder n\u00e4her den W\u00fcnschen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMaria Aspera\u201c, wie in der Aeneis von Vergil, ist ein Schwur bei dem Meer, weil dieses am treffendsten die Wahrheit der Aussage bezeugen kann. Ein Meer bewegt sich unentwegt, nimmt alles auf und l\u00e4sst sich nicht vereinnahmen. Es bezeugt Wahrheit ohne Sprache, anhand von Ruinen, die in ihm liegen und Spuren in seiner Zusammensetzung. Was kann das Meer \u00fcber die Wahrheit des Menschen sagen? Vielleicht: Sei Dir nicht zu sicher, aber gehe trotzdem weiter. Und: Ich erinnere mich an alles.<\/p>\n\n\n\n<p>Text: Jana Papenbroock<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:15px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-2 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column has-global-padding is-layout-constrained wp-block-column-is-layout-constrained\" style=\"flex-basis:800px\">\n<figure class=\"wp-block-gallery alignfull has-nested-images columns-1 wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Timo Kl\u00f6ppelMaria Aspera2. Oktober \u2013 17. Januar 2016 Die Arbeiten des K\u00fcnstlers Timo Kl\u00f6ppel bestehen oftmals aus Modulationen des Raumes. F\u00fcr die Arbeit im Lichthaus Arnsberg hat Kl\u00f6ppel einen Boden gebaut, der aus h\u00f6lzernen Wellen besteht, auf denen der Besucher gehen kann. 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